Lebensqualität im Alter: Digitalisierung, Mobilität und Wertschätzung
Ein hoher Qualitätsstandard in der Pflege ist entscheidend – ob in der Kinderpflege, Behindertenpflege oder Altenpflege. In der Kinderpflege bedeutet Qualität, dass wir nicht nur medizinische Versorgung sicherstellen, sondern auch emotionale Geborgenheit und Entwicklung fördern. In der Behindertenpflege geht es um Selbstbestimmung und Teilhabe, unterstützt durch individuelle Assistenz und moderne Technologien. In der Altenpflege steht die Anerkennung der Lebensleistung im Vordergrund: Jede Person verdient Würde und Respekt, gerade in den letzten Phasen ihres Lebens.
Pflegestandards dürfen nicht in Aktenordnern stecken bleiben. Weniger Bürokratie bedeutet mehr Zeit für den Menschen – für Zuwendung, Gespräche und echte Fürsorge. Digitale Lösungen können helfen, Dokumentationspflichten zu vereinfachen, damit Pflegekräfte nicht an der Mappe, sondern am Menschen arbeiten. Das Menschenbild, das uns leitet, ist klar: Jeder Mensch ist einzigartig, seine Lebensgeschichte verdient Anerkennung – vom ersten bis zum letzten Tag.
Unsere Gesellschaft wird immer digitaler – und es ist unerlässlich, dass unsere Senioren nicht abgehängt werden. Sie haben über Jahrzehnte gearbeitet und den Wohlstand geschaffen, von dem wir heute leben. Dieses Lebensleistung verdient Respekt und Anerkennung. Der Generationenvertrag ist mehr als eine finanzielle Absicherung – er ist ein Versprechen für ein solidarisches Miteinander. Viele ältere Menschen sind weiterhin aktiv und engagiert, bringen Erfahrung und Werte in unsere Gesellschaft, ins Ehrenamt und die Familien ein.
Durch den Zugang zu digitalen Ressourcen können sie sich weiterbilden, kommunizieren und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Ein barrierefreier öffentlicher Nahverkehr gewährleistet Mobilität und Unabhängigkeit. Wir müssen die Lebensleistung wieder älterer Menschen sichtbarer machen und Rahmenbedingungen schaffen, die ihnen ein selbstbestimmtes und würdevolles Leben ermöglichen – in einer Gesellschaft, die Alt und Jung verbindet.
Kinder sind Segen und Verantwortung – und das beginnt lange vor der Geburt. Damit jedes Kind die besten Startbedingungen erhält, brauchen werdende Mütter eine verlässliche Gesundheitsversorgung und Unterstützung in dieser sensiblen Lebensphase. Wer eine Familie gründet, darf nicht vor bürokratischen Hürden oder fehlender medizinischer Versorgung stehen.
Familien sollen frei entscheiden können, wie sie ihr Leben gestalten: Eltern, die ihre Kinder zu Hause betreuen, verdienen genauso Respekt wie diejenigen, die sich für Kindertagesstätte oder Kindergarten entscheiden. Wahlfreiheit ist ein Kernprinzip unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Frühkindliche Bildung ist der Schlüssel für Chancengerechtigkeit. Dazu gehört auch, dass Deutschkenntnisse bereits im Vorschulalter geprüft und gefördert werden, damit jedes Kind einen guten Start in Schule und Gesellschaft hat. Investitionen in frühkindliche Bildung sind Investitionen in die Zukunft – deshalb ist es richtig, dass Bayern Mittel in den Ausbau von Kindertagesstätten steckt. Das stärkt Familien, erleichtert die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und sichert langfristig Fachkräfte für unsere Wirtschaft.
Doch Bildung allein reicht nicht: Kinder müssen Kinder sein dürfen. Sie brauchen Raum zum Spielen, sichere Spielplätze und eine Umgebung, die ihre Entwicklung fördert. Eine kinderfreundliche Infrastruktur ist wichtig. Und ebenso wichtig ist eine verlässliche medizinische Versorgung – von Hausärzten im Landkreis Erlangen-Höchstadt bis hin zu einer leistungsfähigen Krankenhausstruktur. Familien müssen darauf vertrauen können, dass Gesundheit und Betreuung wohnortnah gewährleistet sind.
Gesundheit, Bildung, Wahlfreiheit und eine kinderfreundliche Umgebung sind die vier Säulen einer Politik, die Kinder und Familien in den Mittelpunkt stellt. Denn wer heute in Kinder investiert, sichert morgen den Wohlstand und die Stabilität unserer Gesellschaft.
Sozialhilfe ist ein klares Zeichen von Solidarität für Menschen, die unverschuldet in Not geraten. Sie sichert das Existenzminimum, wenn keine Erwerbsfähigkeit besteht. Bürgergeld hingegen richtet sich an Menschen, die grundsätzlich arbeiten können, aber Unterstützung beim Einstieg in den Arbeitsmarkt benötigen. Beide Systeme sind Ausdruck unseres sozialen Zusammenhalts – und sie müssen verlässlich und gerecht sein. Gleichzeitig gilt: Wer arbeiten kann, hat die Pflicht, für sich selbst zu sorgen. Der Staat darf nicht zulassen, dass diese Hilfen ausgenutzt werden, denn Missbrauch gefährdet das Vertrauen in den Sozialstaat.
Schutzbedürftigen Menschen sollten wir Asyl gewähren – das ist unsere humanitäre Verantwortung. Aber diese Verantwortung braucht Ordnung. Geordnete und kontrollierte Migration ist die Voraussetzung dafür, dass unsere Gesellschaft dieses Prinzip akzeptiert. Wer dauerhaft bleiben darf, muss sich integrieren und einen Beitrag leisten können. Bei Duldungen und für ausreisepflichtige, abgelehnte Asylbewerber muss der Rechtsstaat handlungsfähig bleiben – sonst verlieren wir das Vertrauen in die Regeln, die unser Zusammenleben sichern.
Es geht nicht um zusätzliche Annehmlichkeiten, sondern um das absolute Minimum für den Lebenserhalt – nicht mehr. Die Verteilung der Mittel muss fair, transparent und verlässlich sein. Das bedeutet auch: Wer arbeitet, muss spürbar mehr haben als jemand, der nicht arbeitet. Unsere Soziale Marktwirtschaft verbindet Wohlstand mit sozialer Gerechtigkeit – dieses Gleichgewicht dürfen wir nicht aufs Spiel setzen. Wer beiträgt, soll profitieren. Wer Hilfe braucht, soll sie bekommen. Und wer die Regeln missachtet, muss mit Konsequenzen rechnen. Das ist die Grundlage für Vertrauen in unseren Sozialstaat.
Der Generationenvertrag ist das Fundament unseres Zusammenlebens: Jede Generation trägt Verantwortung für die andere. Respekt gegenüber Jung und Alt ist unverzichtbar – denn nur so entsteht Vertrauen. Gerechtigkeit bedeutet, dass Lasten und Chancen fair verteilt sind. Wenn das Gerechtigkeitsempfinden der Menschen verletzt wird, verliert der Staat seine Glaubwürdigkeit. Deshalb muss er korrigierend eingreifen, wo Ungleichgewicht entsteht.
Unsere Soziale Marktwirtschaft ist dabei der Schlüssel: Sie verbindet wirtschaftliche Leistungsfähigkeit mit sozialer Verantwortung. Sie garantiert, dass Wohlstand nicht nur wenigen zugutekommt, sondern allen zugänglich bleibt – ohne die Prinzipien der Freiheit und Eigenverantwortung aufzugeben. Denn unser System basiert auf der freiheitlich-demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes: Die Würde des Menschen ist unantastbar, und jeder hat das Recht, sein Leben selbstbestimmt zu gestalten. Liberalismus bedeutet, Chancen zu eröffnen, nicht Abhängigkeiten zu zementieren. Fairness heißt aber auch: Jeder, der kann, hat die Pflicht, für sich selbst zu sorgen. Staatliche Unterstützung darf nicht zur Dauerlösung werden, sondern muss Hilfe zur Selbsthilfe sein.
Unser Ziel ist eine Gesellschaft, in der Solidarität nicht nur ein Wort ist, sondern gelebte Realität. Maßnahmen müssen die Bedürfnisse aller Generationen berücksichtigen – von Bildung und Familienförderung bis hin zu Pflege und Altersvorsorge. Wer arbeitet und beiträgt, muss spürbar mehr haben als jemand, der nicht arbeitet. Das ist keine Frage von Luxus, sondern von Fairness und Verlässlichkeit. Nur so bleibt der Generationenvertrag stark und das Vertrauen in unseren Sozialstaat erhalten. Freiheit, Verantwortung und Gerechtigkeit sind die drei Säulen, auf denen dieses Miteinander ruht.
Büro Walter Nussel
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